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Dr. Carolin Liefke: Erdnahe Asteroiden

Ein Vortrag in Kooperation mit der Kolpingsfamilie Gersthofen

Am 19. Juni 2004 wurde ein etwa 350 Meter großer Asteroid entdeckt, der später den Namen Apophis bekam. Er ist der bislang einzige, den man zeitweilig für eine ernsthafte Bedrohung für die Erde hielt, denn bei seiner Annäherung an die Erde am 13. April 2029 hätte dieser gewaltige Gesteinsbrocken womöglich soweit abgelenkt werden können, dass er sieben Jahre später auf die Erde gestürzt wäre. Mittlerweile konnte man Entwarnung geben - also kein Grund zur Sorge?

 In den frühen Morgenstunden des 15. Februars 2013 kam es über der russischen Millionenstadt Chelyabinsk zu einer spektakulären Himmelserscheinung, weil ein zuvor unentdeckter, nur ca. 17 Meter großer Asteroid in die Erdatmosphäre eintrat. Ihm folgte eine Druckwelle, die gewaltige Schäden anrichtete. 1500 Menschen wurden verletzt. Ist an den Katastrophenszenarien, die Hollywood-Filme wie Armageddon oder Deep Impact vor 20 Jahren über Asteroideneinschläge ausgemalt hatten, vielleicht doch etwas dran? Was wissen wir tatsächlich über Asteroiden und ihre mögliche Bedrohung für uns und das Leben auf der Erde?

Zur Vortragenden

Dr. Carolin Liefke kam 1994 durch einen anderen kosmischen Einschlag zur Astronomie: den des Kometen Shoemaker-Levi 9 auf den Jupiter. Sie hat an der Universität Hamburg Physik studiert und sich im Rahmen ihrer Doktorarbeit an der Hamburger Sternwarte mit stellarer Aktivität und Röntgenastronomie beschäftigt. Seit mehr als 15 Jahren ist sie in der astronomischen Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit tätig, seit 2010 arbeitet sie am Haus der Astronomie in Heidelberg. Im Rahmen des TOTAS-Projekts sucht sie gemeinsam mit 40 Gleichgesinnten aus aller Welt mit dem 1m-Teleskop der Europäischen Weltraumagentur ESA auf Teneriffa nach bislang unentdeckten erdnahen Asteroiden.

Beginn:19:30 Uhr

Eintritt: 5 Euro (Abendkasse im Ballonmuseum)